Bestattungen-Grote-Luebbecke-Weg-auf-dem-Friedhof

Er ist unausweichlich. Der Tod. Einige Menschen ereilt das Schicksal früh, plötzlich und unerwartet. Andere Menschen haben das Glück und verlassen nach einem langen, erfüllten und glücklichen Leben ihre Lieben. Vorkehrungen für das „Danach“ sind an der Tagesordnung. Vorkehrungen für das „Wie“ einer Beisetzung treffen allerdings die wenigsten im Vorfeld. Aktuell sind die rund 80 Millionen Bundesbürger im Besitz von 92 Millionen Lebensversicherungen. Die versorgen die unmittelbaren Angehörigen nach dem Tod eines Familienmitgliedes finanziell, dienen auf der anderen Seite aber auch im Rahmen des „Drei-Säulen-Modells“ der Vorsorge und sollen der Altersarmut vorbeugen. Vor der fürchten sich hierzulande 47 Prozent der Menschen. Ein würdevolles Leben im Alter ist jedem Menschen wichtig. Aber über eine würdevolle Beisetzung im Fall der Fälle machen sich die wenigsten Gedanken. Und wenn, dann geschieht das im engsten Familienkreis und zumeist, wenn der Tod als realistisch und nah erscheint. Oft – und das ist die Tagesordnung – erst, wenn ein Todesfall eingetreten ist. „Diese Erfahrung machen wir beinahe tagtäglich“, bestätigt Jacob Grote. Er ist der Inhaber des gleichnamigen Bestattungsinstituts mit Sitz in Gehlenbeck sowie einer Zweigstelle in Hüllhorst. Grote ergänzt: „Es macht wirklich Sinn, sich mit dem Thema frühzeitig auseinanderzusetzen.“ Seniorchefin Inge Grote, die das 1984 gegründete Familienunternehmen bis 2013 führte und dann an die vierte Genration übergab, pflichtet ihm bei: „Natürlich geht niemand gerne zum Bestatter. Aber die Auseinandersetzung mit dem Sterben ist für jeden Menschen wichtig“ und fügt hinzu: „Über dieJahre haben wir viele Familien und ihre Schicksale hier im Altkreis Lübbecke kennengelernt und fühlen uns ihnen besonders verbunden. “Und das seit inzwischen 124 Jahren. Im kommenden Jahr soll das 125-jährige Bestehen und fortwährende Wachstum dann auch mit einer runderneuerten Außendarstellung dokumentiertwerden. „Man muss mit der Zeit gehen. Und die Branche leidet unter einem angestaubten Image“, gibt der 34-jährige Grote zu. Das angestrebte modernere Auftreten hat aber auch einen ganz praktischen Grund: Der Inhaber absolvierte erfolgreich die dreijährige Zusatzqualifikation zum Bestattermeister.„Damit verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, so Grote, der nach eigener Aussage in den elterlichen Betrieb „hineingewachsen ist“. Bereits vor der eigentlichen Ausbildung durchlief der Inhaber alle Arbeitsfelder des Bestattungsinstituts und erlernte den Beruf
somit „von der Pike auf“. „Ich denke, auch dadurch bieten wir eine enorm hohe Qualität. Diesen Anspruch trugen bereits alle vorangegangenen Generationen in sich.“ Und wie in jedem Unternehmen gilt es, hohe Standards zu erfüllen und immer höhere zu erreichen. „Das Arbeitsfeld Bestattungen ist neben den oftmals aufneudeutsch beschriebenen softskills wie Einfühlungsvermögen und Empathie immer umfangreicher und vor allem auch anspruchsvoller geworden. Wer sich nicht weiterentwickelt, verliert irgendwann den Anschluss. Das Bestattungsgewerbe bildet keine Ausnahme.“ In der durch eine bundesweit verbindlich geregelte Meisterqualifikation vertiefte Grote sein Wissen. Neben umfassenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen wie zum Beispiel dem Personalwesen – das Bestattungsinstitut Grote übernahm kürzlich das Bestattungsinstitut Schnittker in Preußisch Oldendorf– bildeten vor allem auch die Themen Sterbevorsorge, gesetzliche Vorgaben und der Umgang mit den neuesten Techniken der Branche weitere Schwerpunkte. „Aber auch die Gesellschaft unterliegt einem steten Wandel. Wir müssen zunehmend religiöse Hintergründe berücksichtigen“, beschreibt Grote eine weitere Herausforderung für das Unternehmen. Denen werden sich Grote und sein am Hauptsitz fünfköpfiges Team in Zukunft stellen. „Gepaart mit der Tradition der vorangegangenen Generationen, dem guten Ruf – auch über die Region hinaus – und dem durch die Meisterqualifikation erworbenem Zusatzwissen, blicken wir dieser positiv entgegen“, hat Grote die kommenden 26 Jahre bis zum 150-jährigen Firmenjubiläum fest im Blick.

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