In unserem Unternehmen ist es Tradition, dass wir einmal pro Jahr eine monetäre Spende an eine regionale Institution leisten. Im Jahr 2018 haben wir das Spendenschwein „Pizy“ für mehrere Monate bei uns im Unternehmen aufgestellt. Weiterlesen

Jacob Grote absolvierte erfolgreich die zweijährige Zusatzqualifikation zum Bestattermeister. Der 28-Jährige untermauert damit den Qualitätsanspruch seines Traditionsunternehmens.
Der Tod ist unausweichlich. Einige Menschen ereilt das Schicksal früh, plötzlich und unerwartet. Andere Menschen verlassen nach einem langen und erfüllten Leben ihre Lieben. Vorkehrungen für das „Danach“ sind an der Tagesordnung. Vorkehrungen für das „Wie“ einer Beisetzung treffen allerdings die wenigsten im Vorfeld. Auch bei der Wahl des Bestattungsunternehmen ist Qualität ein entscheidendes Kriterium. Um das zu dokumentieren, legte Jacob Grote, Inhaber der Firma Bestattungen Inge Grote, unlängst erfolgreich die Prüfung zum Bestattermeister ab.
„Damit verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal in der Region“, unterstreicht Grote, der nach eigener Aussage in den Familienbetrieb „hineingewachsen ist“. Bereits vor der eigentlichen Ausbildung durchlief der Inhaber alle Arbeitsfelder des Bestattungsinstituts und erlernte den Beruf somit „von der Pike auf“.
„Die Anforderungen steigen aber auch in diesem Berufsfeld immer weiter an“, weiß Grote aus der täglichen Arbeit. Sei es bei betriebswirtschaftlichen, technischen oder auch rechtlichen Angelegenheiten. „Die Bereiche haben innerhalb der Zusatzqualifikationen einen sehr großen Raum eingenommen. Die Themen Baurecht, Immissionen und Umweltschutz werden insbesondere bei der Kremation immer wichtiger“, sagt der 28-Jährige, dessen Unternehmen in Gehlenbeck, Hüllhorst und seit der Übernahme der Firma Schnittker in Preußisch Oldendorf an drei Standorten vertreten ist.
Wie in jedem Unternehmen müssen auch Bestatter Auftragsabwicklungsprozesse planen, organisieren, durchführen und überwachen, damit die Bestattung einen reibungslosen und vor allem würdevollen Ablauf nimmt. „Diesen Anspruch trugen bereits alle vorangegangenen Generationen in sich“, weist Grote auf die 124-jährige Historie des Unternehmens, das er nun in der fünften Generation führt, hin. Ein weiterer Schlüssel für den Unternehmenserfolg seien seit jeher auch Eigenschaften wie Empathie und Einfühlungsvermögen gewesen. „Diese trauerpsychologische Kompetenz ist neben allen sonstigen Dingen immer noch der Kern der Arbeit“, sagt Grote, verweist aber auch auf die Bestrebungen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter (BDB). Der fordert seit Jahren verbindliche Standards für die Branche. Denn nach der derzeitigen Gewerbeordnung genügt ein Gewerbeschein, um als Bestatter unternehmerisch tätig zu sein.
So prangert der BDB in einer Mitteilung vom 4. Juli die „fatale Irreführung“, für den Bestatterberuf reiche es aus „ein guter Mensch zu sein“, an. Oliver Wirthmann, Mitglied der Geschäftsleitung des BDB, präzisiert: „Dies ist in jedem Fall unzureichend. Hinterbliebene wünschten heute nicht mehr nur eine einfache Bestattung, bei der der Verkauf eines Sarges im Mittelpunkt steht. Vielmehr müssen Bestatter umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Beratung, Betreuung und Organisation erbringen sowie detaillierte Kenntnisse religiöser, rechtlicher, sozialer und fachlicher Belange rund um Tod, Trauer und Bestattung vorweisen.“ Grote weiß das aus seiner täglich Arbeit. „Es entstehen ja immer einmal besondere Situationen. Nun hat man die Grundlagen, darauf zielgerichtet reagieren zu können“, meint Grote, der auch vom Austausch mit den Kollegen während der Präsenzphasen der Meisterausbildung im unterfränkischen Münnerstadt und am Hauptsitz des BDB in Düsseldorf „stark vom Dialog mit den Kollegen profitiert“ hat.
Ziel des BDB ist ein hoher Standard bereits bei der Ausbildung des Bestatternachwuchses. Der ist auch Grote, der aufgrund des Meistersbriefes nun auch Bestattungsfachkräfte ausbilden darf, wichtig. „Nicht nur das Thema Fort- sondern auch die Ausbildung liegt uns im Betrieb am Herzen. Wir haben im vergangenen Jahr bereits einen Auszubildenden eingestellt und werden das auch im kommenden Jahr machen.“ Der Grund liegt laut Grote auf der Hand: „Einfach, weil wir unseren Qualitätsanspruch an die künftigen Fachkräfte in unserem Unternehmen unmittelbar weitergeben möchten.“

Er ist unausweichlich. Der Tod. Einige Menschen ereilt das Schicksal früh, plötzlich und unerwartet. Andere Menschen haben das Glück und verlassen nach einem langen, erfüllten und glücklichen Leben ihre Lieben. Vorkehrungen für das „Danach“ sind an der Tagesordnung. Vorkehrungen für das „Wie“ einer Beisetzung treffen allerdings die wenigsten im Vorfeld. Aktuell sind die rund 80 Millionen Bundesbürger im Besitz von 92 Millionen Lebensversicherungen. Die versorgen die unmittelbaren Angehörigen nach dem Tod eines Familienmitgliedes finanziell, dienen auf der anderen Seite aber auch im Rahmen des „Drei-Säulen-Modells“ der Vorsorge und sollen der Altersarmut vorbeugen. Vor der fürchten sich hierzulande 47 Prozent der Menschen. Ein würdevolles Leben im Alter ist jedem Menschen wichtig. Aber über eine würdevolle Beisetzung im Fall der Fälle machen sich die wenigsten Gedanken. Und wenn, dann geschieht das im engsten Familienkreis und zumeist, wenn der Tod als realistisch und nah erscheint. Oft – und das ist die Tagesordnung – erst, wenn ein Todesfall eingetreten ist. „Diese Erfahrung machen wir beinahe tagtäglich“, bestätigt Jacob Grote. Er ist der Inhaber des gleichnamigen Bestattungsinstituts mit Sitz in Gehlenbeck sowie einer Zweigstelle in Hüllhorst. Grote ergänzt: „Es macht wirklich Sinn, sich mit dem Thema frühzeitig auseinanderzusetzen.“ Seniorchefin Inge Grote, die das 1984 gegründete Familienunternehmen bis 2013 führte und dann an die vierte Genration übergab, pflichtet ihm bei: „Natürlich geht niemand gerne zum Bestatter. Aber die Auseinandersetzung mit dem Sterben ist für jeden Menschen wichtig“ und fügt hinzu: „Über dieJahre haben wir viele Familien und ihre Schicksale hier im Altkreis Lübbecke kennengelernt und fühlen uns ihnen besonders verbunden. “Und das seit inzwischen 124 Jahren. Im kommenden Jahr soll das 125-jährige Bestehen und fortwährende Wachstum dann auch mit einer runderneuerten Außendarstellung dokumentiertwerden. „Man muss mit der Zeit gehen. Und die Branche leidet unter einem angestaubten Image“, gibt der 34-jährige Grote zu. Das angestrebte modernere Auftreten hat aber auch einen ganz praktischen Grund: Der Inhaber absolvierte erfolgreich die dreijährige Zusatzqualifikation zum Bestattermeister.„Damit verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, so Grote, der nach eigener Aussage in den elterlichen Betrieb „hineingewachsen ist“. Bereits vor der eigentlichen Ausbildung durchlief der Inhaber alle Arbeitsfelder des Bestattungsinstituts und erlernte den Beruf
somit „von der Pike auf“. „Ich denke, auch dadurch bieten wir eine enorm hohe Qualität. Diesen Anspruch trugen bereits alle vorangegangenen Generationen in sich.“ Und wie in jedem Unternehmen gilt es, hohe Standards zu erfüllen und immer höhere zu erreichen. „Das Arbeitsfeld Bestattungen ist neben den oftmals aufneudeutsch beschriebenen softskills wie Einfühlungsvermögen und Empathie immer umfangreicher und vor allem auch anspruchsvoller geworden. Wer sich nicht weiterentwickelt, verliert irgendwann den Anschluss. Das Bestattungsgewerbe bildet keine Ausnahme.“ In der durch eine bundesweit verbindlich geregelte Meisterqualifikation vertiefte Grote sein Wissen. Neben umfassenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen wie zum Beispiel dem Personalwesen – das Bestattungsinstitut Grote übernahm kürzlich das Bestattungsinstitut Schnittker in Preußisch Oldendorf– bildeten vor allem auch die Themen Sterbevorsorge, gesetzliche Vorgaben und der Umgang mit den neuesten Techniken der Branche weitere Schwerpunkte. „Aber auch die Gesellschaft unterliegt einem steten Wandel. Wir müssen zunehmend religiöse Hintergründe berücksichtigen“, beschreibt Grote eine weitere Herausforderung für das Unternehmen. Denen werden sich Grote und sein am Hauptsitz fünfköpfiges Team in Zukunft stellen. „Gepaart mit der Tradition der vorangegangenen Generationen, dem guten Ruf – auch über die Region hinaus – und dem durch die Meisterqualifikation erworbenem Zusatzwissen, blicken wir dieser positiv entgegen“, hat Grote die kommenden 26 Jahre bis zum 150-jährigen Firmenjubiläum fest im Blick.