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Meisterbrief

Jacob Grote absolvierte erfolgreich die zweijährige Zusatzqualifikation zum Bestattermeister. Der 28-Jährige untermauert damit den Qualitätsanspruch seines Traditionsunternehmens.
Der Tod ist unausweichlich. Einige Menschen ereilt das Schicksal früh, plötzlich und unerwartet. Andere Menschen verlassen nach einem langen und erfüllten Leben ihre Lieben. Vorkehrungen für das „Danach“ sind an der Tagesordnung. Vorkehrungen für das „Wie“ einer Beisetzung treffen allerdings die wenigsten im Vorfeld. Auch bei der Wahl des Bestattungsunternehmen ist Qualität ein entscheidendes Kriterium. Um das zu dokumentieren, legte Jacob Grote, Inhaber der Firma Bestattungen Inge Grote, unlängst erfolgreich die Prüfung zum Bestattermeister ab.
„Damit verfügen wir über ein echtes Alleinstellungsmerkmal in der Region“, unterstreicht Grote, der nach eigener Aussage in den Familienbetrieb „hineingewachsen ist“. Bereits vor der eigentlichen Ausbildung durchlief der Inhaber alle Arbeitsfelder des Bestattungsinstituts und erlernte den Beruf somit „von der Pike auf“.
„Die Anforderungen steigen aber auch in diesem Berufsfeld immer weiter an“, weiß Grote aus der täglichen Arbeit. Sei es bei betriebswirtschaftlichen, technischen oder auch rechtlichen Angelegenheiten. „Die Bereiche haben innerhalb der Zusatzqualifikationen einen sehr großen Raum eingenommen. Die Themen Baurecht, Immissionen und Umweltschutz werden insbesondere bei der Kremation immer wichtiger“, sagt der 28-Jährige, dessen Unternehmen in Gehlenbeck, Hüllhorst und seit der Übernahme der Firma Schnittker in Preußisch Oldendorf an drei Standorten vertreten ist.
Wie in jedem Unternehmen müssen auch Bestatter Auftragsabwicklungsprozesse planen, organisieren, durchführen und überwachen, damit die Bestattung einen reibungslosen und vor allem würdevollen Ablauf nimmt. „Diesen Anspruch trugen bereits alle vorangegangenen Generationen in sich“, weist Grote auf die 124-jährige Historie des Unternehmens, das er nun in der fünften Generation führt, hin. Ein weiterer Schlüssel für den Unternehmenserfolg seien seit jeher auch Eigenschaften wie Empathie und Einfühlungsvermögen gewesen. „Diese trauerpsychologische Kompetenz ist neben allen sonstigen Dingen immer noch der Kern der Arbeit“, sagt Grote, verweist aber auch auf die Bestrebungen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter (BDB). Der fordert seit Jahren verbindliche Standards für die Branche. Denn nach der derzeitigen Gewerbeordnung genügt ein Gewerbeschein, um als Bestatter unternehmerisch tätig zu sein.
So prangert der BDB in einer Mitteilung vom 4. Juli die „fatale Irreführung“, für den Bestatterberuf reiche es aus „ein guter Mensch zu sein“, an. Oliver Wirthmann, Mitglied der Geschäftsleitung des BDB, präzisiert: „Dies ist in jedem Fall unzureichend. Hinterbliebene wünschten heute nicht mehr nur eine einfache Bestattung, bei der der Verkauf eines Sarges im Mittelpunkt steht. Vielmehr müssen Bestatter umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Beratung, Betreuung und Organisation erbringen sowie detaillierte Kenntnisse religiöser, rechtlicher, sozialer und fachlicher Belange rund um Tod, Trauer und Bestattung vorweisen.“ Grote weiß das aus seiner täglich Arbeit. „Es entstehen ja immer einmal besondere Situationen. Nun hat man die Grundlagen, darauf zielgerichtet reagieren zu können“, meint Grote, der auch vom Austausch mit den Kollegen während der Präsenzphasen der Meisterausbildung im unterfränkischen Münnerstadt und am Hauptsitz des BDB in Düsseldorf „stark vom Dialog mit den Kollegen profitiert“ hat.
Ziel des BDB ist ein hoher Standard bereits bei der Ausbildung des Bestatternachwuchses. Der ist auch Grote, der aufgrund des Meistersbriefes nun auch Bestattungsfachkräfte ausbilden darf, wichtig. „Nicht nur das Thema Fort- sondern auch die Ausbildung liegt uns im Betrieb am Herzen. Wir haben im vergangenen Jahr bereits einen Auszubildenden eingestellt und werden das auch im kommenden Jahr machen.“ Der Grund liegt laut Grote auf der Hand: „Einfach, weil wir unseren Qualitätsanspruch an die künftigen Fachkräfte in unserem Unternehmen unmittelbar weitergeben möchten.“

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